direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Demokratie lernen in Schulen: Tools im internationalen Schulkontext

Abstract

Mein Forschungsprojekt verfolgt das Ziel, Demokratiepädagogik als eine effektive Methode der Demokratiestärkung zu fördern. Demokratie braucht kompetente Bürgerinnen und Bürger. Ihre sozialen und demokratischen Kompetenzen können und sollen auch in der Schule gefördert werden. Die richtige Auswahl und Anwendung von verschiedenen Tools bereitet die SchülerInnen darauf vor, bewusst und aktiv die demokratische Gesellschaft mitzugestalten.

Mit diesem Vorhaben möchte ich die Auswahl und die Anwendung demokratiepädagogischer Instrumente in weiterführenden Schulen in zwei nationalen Kontexten (Deutschland und Polen) unterstützen. Die Demokratiepädagogik wird hier nach Peter Fauser (2007) definiert als „ein Sammelbegriff, der die gemeinsame Aufgabe zivilgesellschaftlich ausgerichteter Initiativen, Konzepte, Programme und Aktivitäten in Praxis und Wissenschaft beschreibt, die das Ziel verfolgen, die Erziehung zur Demokratie zu fördern“. Im schulischen Kontext beinhaltet die Demokratiepädagogik eine breite Palette von Inhalten, Lehrmethoden, Lernprozessen und Prozeduren, die das Schulleben aller Mitglieder der Lerngemeinschaft (SchülerInnen, LehrerInnen, Schulleitung, Eltern und Kommunen) beeinflussen, mit speziellem Fokus auf die Partizipation als Grundlage demokratischer Gesellschaft. Um das Richtziel des Projektes zu erreichen, habe ich drei Feinziele formuliert.

Erstens wird im Projekt die Ist-Stand-Erhebung des Status und der Anwendung von demokratiepädagogischen Methoden in Deutschland und in Polen analysiert. Nach einer Kontextanalyse der Rahmenbedingungen für die demokratiepädagogische Schulentwicklung in den beiden Ländern werde ich in sechs Berliner Schulen meine qualitative empirische Forschung fortsetzen. Es werden Schulen ausgewählt, die mindestens eines der drei konkreten Tools der Demokratiepädagogik in die Schulpraxis eingeführt haben: den Klassenrat, das Service-Learning oder das Peer-Learning. Diese Tools werden als nützlich für den Erwerb sozialer Kompetenzen und für die Stärkung demokratischer Kompetenzen in Schulen betrachtet. Durch mein Forschungsprojekt plane ich, wissenschaftlich zu überprüfen, wie diese Tools verwendet werden und welche Effekte sie hervorrufen.

Zweitens werden Methoden für eine Langzeitstudie von Schülergruppen entwickelt, die sich am Klassenrat, Service-Learning und/oder Peer-Learning beteiligt haben. Die Methoden werden es ermöglichen, die langfristigen Effekte der Anwendung der drei Instrumente der Demokratiepädagogik in einer zukünftigen Untersuchung zu überprüfen. Dies wird ein wichtiges Ergebnis für Pädagogen und Entscheidungsträger bilden.

Drittens werden in diesem Projekt Empfehlungen für Personen formuliert, die die Entwicklung der sozialen und demokratischen Kompetenzen bei den SchülerInnen fördern möchten. Es wird ein Manual erstellt, das entsprechendes Wissen und praktische Anregungen enthalten und später international verbreitet werden soll.​

Projektverantwortung: Dr. Ewa Bacia

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Sekretariat

Andrea Rellin
TU Berlin
Pädagogische Psychologie
Institut für Erziehungswissenschaft
Sekr. MAR 2-6
Marchstr. 23
10587 Berlin